Die Materialwahl mag zwar Schlichtheit suggerieren, doch diese wird erst beim Betrachten der Komposition deutlich.
Die Bildsprache von Marc Raymonds Papierarbeiten steht in der Tradition der geometrischen Abstraktion. Dennoch fehlt ihnen stets deren beinahe unpersönliche Kühle. Die Linien und Flächen, die nicht aus Angst vor Unvollkommenheit geschaffen wurden, versuchen nicht, den manuellen Entstehungsprozess zu verbergen oder zu eliminieren.
Benoît Antille, Kurator, Schweiz
Marc Raymonds Skulpturen und Scherenschnitte sind ein hervorragendes Beispiel für Werke, die sich durch einen effektiven sparsamen Umgang mit Mitteln auszeichnen. Die verwendeten Materialien sind äußerst einfach (einfarbig lackiertes Sperrholz, Papier), und das Ergebnis ihrer Anordnung wirkt bemerkenswert ungezwungen. Dem Künstler gelingt es, dem Betrachter die ganze Pracht der Form in ihrer subtilsten Form zu offenbaren und ihm so einen neuen Blick auf den umgebenden Raum zu ermöglichen.
Katy Le Van, Kulturjournalistin, Voir, Ottawa